Als ich an jenem Morgen vom 17. Oktober 2009 in mein Auto stieg, hatte ich noch keinen blassen Schimmer was mich erwarten würde. Lange vorher war klar, dass dies ein Tag großer Bedeutung für die Veranstalter, und auch für mich als Teil der Crew sein würde. Natürlich auch für die Gäste, das muss ich aber hier nicht weiter erwähnen, liegt ja auf der Hand.
Gut, dachte ich mir, was steht heute an, wie sieht der Ablauf aus? Hab ich alles ins Auto geladen? 2 Kameras, Akkus, die Günther-CD, die Schlüsselbänder,... jep, alles dabei.
Die Running Order war mir auch schon bekannt und ich war bestmöglich gerüstet.
Das Waldeshall Festival, das erste seiner Art, in Ruhla, umgeben von Wäldern, Bergen, in einer herbstlichen Idylle, wie sie mancher, der nicht den Thüringer Wald seine Heimat nennt, nur aus Geschichten kennen mag.
Gut, dachte ich mir, was steht heute an, wie sieht der Ablauf aus? Hab ich alles ins Auto geladen? 2 Kameras, Akkus, die Günther-CD, die Schlüsselbänder,... jep, alles dabei.
Die Running Order war mir auch schon bekannt und ich war bestmöglich gerüstet.
Das Waldeshall Festival, das erste seiner Art, in Ruhla, umgeben von Wäldern, Bergen, in einer herbstlichen Idylle, wie sie mancher, der nicht den Thüringer Wald seine Heimat nennt, nur aus Geschichten kennen mag.
Nach der fast einstündigen Fahrt bei strömendem Regen war ich doch froh, dass die Location das Kulturhaus in Ruhla war, sprich indoor. Der in Nebel gehüllte Wald den ich durchfuhr brachte mich in genau die richtige Stimmung für diesen grandiosen Abend.
Auf der Waldeshall-Bühne spielten an diesem Abend Downfall, Abyzz, Fimbulvet, Todtgelichter, Fjoergyn, Surturs Lohe und Geist. Dieses Line-up zog Menschen aus der ganzen Bundesrepublik und auch aus dem Ausland an, was nicht verwunderlich ist. Solche Bands für einen Ticketpreis von lediglich 12 Euro, findet man nicht überall.
Als Crewmitglied oblag mir die Aufgabe, beim Aufbau zu helfen, am Einlass Karten abzureißen und hier und da mal mit anzupacken. Für mich, als arbeitslosen Faulenzer, der zuletzt wirklich Sport in der Schule betrieben hat, war dies für mich teilweise eine Herausforderung, jedoch eine, der ich mich mit Freuden stellte. Über die Monate in denen man einiges von der Organisation mitbekommen hatte, in denen man mitgefiebert hat und um Rat gefragt wurde, ist einem das Projekt sehr ans Herz gewachsen und man gab sein Bestes, damit das Gelingen gesichert war.
Mein Job war es natürlich neben allem, das Festival für die Nachwelt festzuhalten.
Gegen 16:30, als sich die Tore zum Kulturhaus öffneten, kam so langsam der erste große Ansturm, der dafür sorgte, dass ich am Einlass fest saß und nur die letzten Minuten von Downfall mitbekommen konnte. Diese regionale Größe fand zahlreiche Anhänger und ich war überrascht, wie schnell sich der große Saal füllte.
Downfall überzeugten mit ihrem Mix aus Death und Thrash und konnten das zum Teil mitgebrachte Publikum gut anheizen.
Nach einer kurzen Pause ging es auch gleich weiter mit Abyzz, die an die gute Vorlage von Downfall anknüpften und den Stimmungspegel oben hielten. Nach 15 Jahren ebenfalls Death/Thrash konnten Abyzz mit Erfahrung und Können punkten.
Dann ging für mich das Festival eigentlich richtig los, denn jetzt kamen die Bands, die mich persönlich interessierten bzw. die, die ich mir gern noch einmal anschaue.
Fimbulvet betraten die Bühne. Seit ein paar Monaten spielten sie zu 4., was das Live-Erlebnis noch verschönert. Stücke vom neuen Album "Kriegerwahn" und alte Hits gingen Hand in Hand und die Menge tobte. Auch wenn ich meinen derzeigigen Dauerohrwurm "Drakkarmannen" vermisst habe, konnten die Jungs bei mir punkten. Die kurze Unterbrechung auf Grund einer defekten Gitarre ließ die grandiose Stimmung jedoch nicht absacken. Das Waldeshall Festival war genau das richtige Publikum für Fimbulvet.
Was man bei Fimbulvet noch sagen muss, ist, dass, trotzdem ich sie schon viele male live gesehen habe, sie nicht langweilig werden und eine stetige Entwicklung aufzeigen.
Nach der Zugabe schaute ich mal wieder am Einlass vorbei, als einer der Veranstalter auf mich zu kam und hektisch fragte: "Sind Todtgelichter geschminkt und oben?" Ich konnte zwar keine Auskunft geben, doch war mir sicher, dass der kompetente Stagemanager seinen Job gut machen würde. Dem war auch so. Todtgelichter, die erste Black Metal Band jenes Abends stieg empor und legte den für mich persönlich besten Auftritt des Abends (knapp gefolgt von Surturs Lohe, dazu später) hin. Die Hamburger konnten mich richtig mitreißen und somit sind von Todtgelichter die besten Bilder entstanden.
Nun beschloss ich, mal Backstage vorbeizuschauen und meine Stellung als Crewmitglied auszukosten. Dies erledigte ich auch prompt, indem ich die Backstage Toilette benutze und auf dem Klo Nils noch einmal zu dem gelungenen Gig von eben gratulierte, der sich gerade die Farbe aus dem Gesicht wusch.
Als ich wieder am Einlass vorbei kam, erwischte ich plötzlich 2 ganz besondere Gäste, meine Eltern. Beide waren noch nie auf einer vergleichbaren Veranstaltung gewesen, was der Grund war, warum ich sie auch eingeladen hatte. Doch ich musste sie gleich wieder verlassen, da jetzt Fjoergyn aufspielen sollten. Ich war mir sicher, dass sie den Weg zur Bar finden würden.
Fjoergyn, die ich schon vor ein paar Wochen im KW70 bestaunen durfte, interessierten mich aus genau diesem Grund weniger. Die Show von dort und der Auftritt auf dem Waldeshall hielten sich (trotz fehlender Bepflanzung, siehe letzen Blog-Eintrag) meiner Meinung nach die Waage.
Nach einigen guten Fotos ging es dann erstmal in Richtung Merch-Stand, wo Nocturnal-Empire-Frank seine zahlreichen Waren feilbot. Ich war überrascht, als meine Mutter mit einem Fimbulvet-Shirt und einem Wodka-O angetänzelt kam.
Nachdem ich ein paar kurze Gespräche mit ein paar Freunden genoss, tat sich vorn etwas: Ivo betrat die Bühne, um "Katharsis" zu performen, darauf folgte noch eine Zugabe und die Zeit rannte davon.
Die vorletzte Band des Abends war Surturs Lohe. Der erste Auftritt der Band seit sehr vielen Jahren. Die Erwartungen waren ins unermessliche hochgeschraubt, und wurden erfüllt. Diese Band lässt das Herz eines jeden Paganers höher schlagen und es hat im wörtlichen Sinne einen Heidenspaß gemacht.
Ein altes Sprichwort sagt, dass, wenn man eine Zigarette an einer Kerze anzündet, ein Seemann stirbt. Einige dieser so verstorbenen scheinen Geist gewesen zu sein. In zerfetzten blauen Marinehemden betraten sie die Bühne. Spätestens jetzt begann für den ein oder anderen Besucher, der vielleicht auch schon zu viel Alkohol konsumiert hatte, der Konzertsaal zu schwanken, denn Geist entführten den Zuhörer auf eine Reise auf einer Galeere über den Ozean. Ein Auftritt, der mir sehr gefallen hat.
Leider hatte ich nicht genug Ausdauer nach diesem Tag und musste erstmal Backstage vorbeischauen, um mir noch etwas vom grandiosen Catering unter den Nagel zu reißen, aber das Ende von Geist habe ich dafür wieder mitbekommen.
Als dann schließlich die Lichter an gingen und der Saal sich leerte war ich einfach nur noch total fertig. Nachdem dann das Eqiupment von Klangbunker wieder ins Auto verstaut war, wollte ich nur noch ins Bett.
Eins ist jedoch klar, und zwar, dass das Waldeshall Festival nun ein fester Bestandteil im Metaljahr sein sollte. Meine Eltern waren auch positiv überrascht und ich freue mich wie ein Schnitzel auf 2010!
Auf der Waldeshall-Bühne spielten an diesem Abend Downfall, Abyzz, Fimbulvet, Todtgelichter, Fjoergyn, Surturs Lohe und Geist. Dieses Line-up zog Menschen aus der ganzen Bundesrepublik und auch aus dem Ausland an, was nicht verwunderlich ist. Solche Bands für einen Ticketpreis von lediglich 12 Euro, findet man nicht überall.
Als Crewmitglied oblag mir die Aufgabe, beim Aufbau zu helfen, am Einlass Karten abzureißen und hier und da mal mit anzupacken. Für mich, als arbeitslosen Faulenzer, der zuletzt wirklich Sport in der Schule betrieben hat, war dies für mich teilweise eine Herausforderung, jedoch eine, der ich mich mit Freuden stellte. Über die Monate in denen man einiges von der Organisation mitbekommen hatte, in denen man mitgefiebert hat und um Rat gefragt wurde, ist einem das Projekt sehr ans Herz gewachsen und man gab sein Bestes, damit das Gelingen gesichert war.
Mein Job war es natürlich neben allem, das Festival für die Nachwelt festzuhalten.
Gegen 16:30, als sich die Tore zum Kulturhaus öffneten, kam so langsam der erste große Ansturm, der dafür sorgte, dass ich am Einlass fest saß und nur die letzten Minuten von Downfall mitbekommen konnte. Diese regionale Größe fand zahlreiche Anhänger und ich war überrascht, wie schnell sich der große Saal füllte.
Downfall überzeugten mit ihrem Mix aus Death und Thrash und konnten das zum Teil mitgebrachte Publikum gut anheizen.
Nach einer kurzen Pause ging es auch gleich weiter mit Abyzz, die an die gute Vorlage von Downfall anknüpften und den Stimmungspegel oben hielten. Nach 15 Jahren ebenfalls Death/Thrash konnten Abyzz mit Erfahrung und Können punkten.
Dann ging für mich das Festival eigentlich richtig los, denn jetzt kamen die Bands, die mich persönlich interessierten bzw. die, die ich mir gern noch einmal anschaue.
Fimbulvet betraten die Bühne. Seit ein paar Monaten spielten sie zu 4., was das Live-Erlebnis noch verschönert. Stücke vom neuen Album "Kriegerwahn" und alte Hits gingen Hand in Hand und die Menge tobte. Auch wenn ich meinen derzeigigen Dauerohrwurm "Drakkarmannen" vermisst habe, konnten die Jungs bei mir punkten. Die kurze Unterbrechung auf Grund einer defekten Gitarre ließ die grandiose Stimmung jedoch nicht absacken. Das Waldeshall Festival war genau das richtige Publikum für Fimbulvet.
Was man bei Fimbulvet noch sagen muss, ist, dass, trotzdem ich sie schon viele male live gesehen habe, sie nicht langweilig werden und eine stetige Entwicklung aufzeigen.
Nach der Zugabe schaute ich mal wieder am Einlass vorbei, als einer der Veranstalter auf mich zu kam und hektisch fragte: "Sind Todtgelichter geschminkt und oben?" Ich konnte zwar keine Auskunft geben, doch war mir sicher, dass der kompetente Stagemanager seinen Job gut machen würde. Dem war auch so. Todtgelichter, die erste Black Metal Band jenes Abends stieg empor und legte den für mich persönlich besten Auftritt des Abends (knapp gefolgt von Surturs Lohe, dazu später) hin. Die Hamburger konnten mich richtig mitreißen und somit sind von Todtgelichter die besten Bilder entstanden.
Nun beschloss ich, mal Backstage vorbeizuschauen und meine Stellung als Crewmitglied auszukosten. Dies erledigte ich auch prompt, indem ich die Backstage Toilette benutze und auf dem Klo Nils noch einmal zu dem gelungenen Gig von eben gratulierte, der sich gerade die Farbe aus dem Gesicht wusch.
Als ich wieder am Einlass vorbei kam, erwischte ich plötzlich 2 ganz besondere Gäste, meine Eltern. Beide waren noch nie auf einer vergleichbaren Veranstaltung gewesen, was der Grund war, warum ich sie auch eingeladen hatte. Doch ich musste sie gleich wieder verlassen, da jetzt Fjoergyn aufspielen sollten. Ich war mir sicher, dass sie den Weg zur Bar finden würden.
Fjoergyn, die ich schon vor ein paar Wochen im KW70 bestaunen durfte, interessierten mich aus genau diesem Grund weniger. Die Show von dort und der Auftritt auf dem Waldeshall hielten sich (trotz fehlender Bepflanzung, siehe letzen Blog-Eintrag) meiner Meinung nach die Waage.
Nach einigen guten Fotos ging es dann erstmal in Richtung Merch-Stand, wo Nocturnal-Empire-Frank seine zahlreichen Waren feilbot. Ich war überrascht, als meine Mutter mit einem Fimbulvet-Shirt und einem Wodka-O angetänzelt kam.
Nachdem ich ein paar kurze Gespräche mit ein paar Freunden genoss, tat sich vorn etwas: Ivo betrat die Bühne, um "Katharsis" zu performen, darauf folgte noch eine Zugabe und die Zeit rannte davon.
Die vorletzte Band des Abends war Surturs Lohe. Der erste Auftritt der Band seit sehr vielen Jahren. Die Erwartungen waren ins unermessliche hochgeschraubt, und wurden erfüllt. Diese Band lässt das Herz eines jeden Paganers höher schlagen und es hat im wörtlichen Sinne einen Heidenspaß gemacht.
Ein altes Sprichwort sagt, dass, wenn man eine Zigarette an einer Kerze anzündet, ein Seemann stirbt. Einige dieser so verstorbenen scheinen Geist gewesen zu sein. In zerfetzten blauen Marinehemden betraten sie die Bühne. Spätestens jetzt begann für den ein oder anderen Besucher, der vielleicht auch schon zu viel Alkohol konsumiert hatte, der Konzertsaal zu schwanken, denn Geist entführten den Zuhörer auf eine Reise auf einer Galeere über den Ozean. Ein Auftritt, der mir sehr gefallen hat.
Leider hatte ich nicht genug Ausdauer nach diesem Tag und musste erstmal Backstage vorbeischauen, um mir noch etwas vom grandiosen Catering unter den Nagel zu reißen, aber das Ende von Geist habe ich dafür wieder mitbekommen.
Als dann schließlich die Lichter an gingen und der Saal sich leerte war ich einfach nur noch total fertig. Nachdem dann das Eqiupment von Klangbunker wieder ins Auto verstaut war, wollte ich nur noch ins Bett.
Eins ist jedoch klar, und zwar, dass das Waldeshall Festival nun ein fester Bestandteil im Metaljahr sein sollte. Meine Eltern waren auch positiv überrascht und ich freue mich wie ein Schnitzel auf 2010!



